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Letztes Aktualisierung:
22. 05. 2017




Hörtechnische Möglichkeiten zur Umsetzung von akustischer Barrierefreiheit

Neben den klassischen Hörsystemen (Hörgeräte, Cochlea-Implantate, implantierte Hörgeräte, etc.) gibt es zahlreiche hörtechnische Zusatzhilfsmittel, die schwerhörigen Menschen das alltägliche Leben und die Teilhabe am auditiv verbalen Kommunikationsprozeß erleichtern und so zur akustischen Barrierefreiheit für Hörbehinderte beitragen. Dazu zählen unter anderem Höranlagen, die auf Induktions-, Funk- oder Infrarotbasis basieren und je nach Bedarf und Sinnhaftigkeit zum Einsatz kommen können.

Einsatz in 3 Bereichen:

  • Privat
  • Beruflich
  • Öffentlich

Diese Technologien können von Betroffenen für den eigenen Bedarf (Wohnung, Arbeitsplatz) angeschafft werden, wofür es im Bedarfsfall auch Individualförderungen gibt. Nähere Informationen und Gratis-Testmöglichkeiten zu allen möglichen hörtechnischen Zusatzhilfsmitteln erhalten Sie in den Schwerhörigen-Serviceberatungsstellen „Technische Assistenz“, alle Adressen finden Sie unter www.schwerhoerigen-service.at

Das Behindertengleichstellungsgesetz sieht aber auch vor, dass in öffentlichen Einrichtungen entsprechende Adaptierungen automatisch zu erfolgen haben, um Schwerhörigen ein akustisch barrierefreies „dazugeHÖREN” zu ermöglichen.

Kriterien zur Auswahl von Höranlagenanbietern

Es gibt nur wenige Unternehmen in Österreich, die das Know-How zur barrierefreien Umsetzung von schwerhörigenspezifischen Höranlagen haben und die mit der Interessensvertretung ÖSB auch kooperieren.
Als Interessensvertretung liegt uns daran, dass neben einer professionellen technischen Umsetzung auch die Vermittlung und Schulung des Umganges und der Verwendung von Höranlagen auf Seiten der Betreiber unabdingbare Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung von akustischer Barrierefreiheit sind.
Wir ersuchen potentielle Betreiber von Höranlagen daher um Berücksichtigung bei der Planung und Umsetzung, um spätere Probleme von vornherein auszuschließen.
 Die Kontaktliste von Unternehmen, die akustische Barrierefreiheit im Sinner der Interessensvertretung ÖSB garantieren, finden Sie HIER!

Hilfreiche Basisinfos bei Fixeinbau von normgerechten eingemessenen Induktionshöranlagen

Anbei einige wichtige Basisinfos für Betreiber / Auftraggeber beim Einbau von nach ÖVE/ÖNORM EN60118-4 fix installierten eingemessenen induktiven Höranlagen:

Pdf-Downloads:

Auch zu diesem Thema bietet der ÖSB ausführliche Fachinfobroschüren sowie Induktions-Piktogramme zum Aufkleben, die sie bei uns anfordern und erwerben können (siehe auch Publikationen).

Keine Gesundheitsbelastung durch niederfrequente Magnetfelder

Eine gesundheitliche Belastung durch niederfrequente Magnetfelder beim Betrieb von induktiven Höranlagen ist nicht gegeben, wie folgende Expertise von Dr. Ing. Hannes Seidler aus dem Jahr 2012 belegt.

Zusatzinformation zu Geräten auf Funkbasis

Wer allgemein technische aber auch hörtechnische Zusatzhilfsmittel (ob als Betreiber oder Endverbraucher) auf Funkbasis verwendet, muss wissen, dass je nach Frequenz Gebührenpflicht bestehen kann. Näheres dazu in einem Artikel aus Sprach-R-ohr Ausgabe 1/2012 hier als Download.

Raumakustik

Das Hören und Verstehen in halligen Räumen ist schon für viele guthörende Menschen ein Problem. Schwerhörige, ob mit oder ohne Hörgeräte, sind je nach Grad ihrer Hörschädigung nicht mehr in der Lage, ihr Gehör gezielt auf eine bestimmte Tonquelle zu richten und gleichzeitig störende Nebengeräusche einzudämmen oder diese gar auszublenden (selektives Hören). Gute akustische Verhältnisse sind deshalb generell von enormer Bedeutung: Kommunikationsräume müssen für alle Menschen geplant und gebaut werden.

Hinweis: Nähere und ausführlichere Informationen zu akustischer Barrierefreiheit finden Sie in den Faschinfobroschüren "HÖR & HILFE" des ÖSB, wo unter anderem 2 Broschüren zum Thema "BARRIEREFREIHEIT FÜR SCHWERHÖRIGE" (einerseits für Betroffene und andererseits für Expert/innen und für die Umsetzung von akustischer Barrierefreiheit Verantwortliche)!