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Letztes Aktualisierung:
02. 07. 2009




Einstufung

Grad der Schwerhörigkeit

Je nach nachdem, welche Geräusche wahrgenommen werden können, unterscheidet man von Normalhörigkeit über mittelgradige Schwerhörigkeit bis hin zur Taubheit.

  • Normalhörigkeit: Ein Abweichen der Hörfähigkeit bis 20 dB. 
  • Geringgradige Schwerhörigkeit: Das Ticken der Armbanduhr, welche eine Lautstärke von etwas mehr als 20 dB hat, wird nicht mehr gehört.
  • Mittelgradige Schwerhörigkeit: Ab einem Hörverlust von 40 dB, also etwa den Grundgeräuschen in Wohngebieten am Tag. 
  • Hochgradige Schwerhörigkeit: Der Gesprächspartner kann nicht mehr gehört werden, wobei normales Sprechen etwa einer Lautstärke von 40–60 dB entspricht.
  • An Taubheit grenzende Schwerhörigkeit: Ein Hörverlust über 80 dB, wenn man z.B. laute Musik oder die Geräusche einer sehr belebten Straße nicht mehr hört. Hört man praktisch nichts mehr, liegt eine Taubheit vor.

Ein weiterer Wert zur Feststellung ob eine Schwerhörigkeit vorliegt bietet die untenstehende Tabelle. Grundlage dieser Einteilung sind Bezugswerte, die durch ein Sprach- bzw. Tonaudiogramm ermittelt werden und die den Hörverlust in Prozenten angeben.

Hörverlust in %      Umgangssprache wird verstanden aus   GdS
10–40                       mehr als 4 Meter                                          geringgradig  
40–60                       1 bis 4 Meter                                                mittelgradig  
60–80                       0,25 bis 1 Meter                                           hochgradig  
80–95                       weniger als 0,25 Meter                                 an Taubheit grenzend  

Grad der Behinderung (GdB)

Der „Hörverlust in %” ist nicht gleichbedeutend mit der „Einstufung des Grades der Behinderung (GdB)“ durch das Bundessozialamt. Eine völlige Ertaubung ergibt nach dem derzeitigen Einstufungsmodus maximal 70% GdB.  Ein Bereich, in dem der ÖSB sich aktiv dafür einsetzt, dass das Procedere der Einstufung zugunsten vor allem berufstätiger Betroffener dahingehend valorisiert wird, dass diese bei Bedarf überhaupt Förderungen zur beruflichen Integration (Arbeitsplatzausstattung, Ersatz der Kosten für hörtechnische Hilfsmittel, etc.) erhalten können.