Zur Startseite
Österreichischer Schwerhörigenbund
DACHVERBAND

Trend: Raschere Versorgung mit Hörgeräten bei Schwerhörigkeit

Viele Schwerhörige warten "nur kurz" bis sie Hörgeräte erwerben. Drei von vier Schwerhörigen schaffen sich innerhalb der ersten drei Jahre nach der Diagnose der Hörminderung Hörgeräte an. Das ist ein positives Signal und bestärkt auch die Bemühungen der Schwerhörigeninteressensvertretungen, ehestmöglich bei Hörschäden eine Versorgung folgen zu lassen.

In der EuroTrak-Studie 2015, die in einer Reihe europäischer Länder durchgeführt wurde, wurden Personen mit Hörgeräten gefragt, wie viele Jahre zwischen dem Zeitpunkt der Diagnose der Schwerhörigkeit und dem Zeitpunkt des Erwerbs von Hörgeräten vergangen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten warteten nur ein oder zwei Jahre. 25% der befragten Hörgeräteträger haben die Hörgeräte sogar im Laufe des ersten Jahres erworben. 25% hatten ein Hörgerät ein bis zwei Jahre nach der Diagnose der Schwerhörigkeit angeschafft. Innerhalb von 3 Jahren hatten insgesamt 71% Hörgeräte.

Länderspezifische Zahlen
In Deutschland hatten 26% die Hörgeräte im ersten Jahr erworben und 77% innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose der Schwerhörigkeit.
In Großbritannien waren es 18% bzw. 69 %. In Frankreich haben 20% ihre Hörgeräte im ersten Jahr und 63% innerhalb der ersten drei Jahre erworben.
In Italien haben 35% Hörgeräte im ersten Jahr erworben und 80% innerhalb von drei Jahren nach der Diagnose der Schwerhörigkeit.
Die EuroTrak-Studien, die 2015 und 2016 in der Schweiz und in Dänemark durchgeführt wurden, zeigen, dass 70% bzw. 68% ihre Hörgeräte innerhalb von drei Jahren erworben haben.

Über EuroTrak
Die EuroTrak-Studien zum Thema Hören und Hörverlust werden von EHIMA (European Hearing Instrument Manufactures Association) in einer Reihe von europäischen Ländern durchgeführt. Die Studien werden in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Analyseinstitut Anovum durchgeführt.

Quelle:www.ehima.com